Am 22. Juli 2008 hat Volkswagen mit Vorliegen der wichtigsten fusionskontrollrechtlichen Genehmigungen den Erwerb sämtlicher bis dahin von Investor AB und den Wallenberg Stiftungen gehaltenen Anteile an der schwedischen Scania AB, Södertälje, Schweden, vollzogen. Der Stimmrechtsanteil hat sich hierdurch um weitere 30,62 % von 37,98 % auf 68,60 % erhöht. Der Kapitalanteil ist gleichzeitig von 20,89 % um 16,84 % auf 37,73 % gestiegen. Seit dem Zeitpunkt wird die Scania AB zusammen mit 167 Tochterunternehmen in den Volkswagen Konzernabschluss einbezogen. Weitere Informationen zu Scania finden sich auch im Kapitel Scania.
Die gegen Zahlungsmittel geleisteten Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses beliefen sich einschließlich aller dem Erwerb direkt zurechenbarer Kosten auf 2.756 Mio. €. Die genaue Verteilung des Kaufpreises auf die übernommenen Vermögenswerte und Schulden bedarf in Anbetracht der Größe von Scania einer eingehenden Untersuchung. Die Zuordnung erfolgt daher bisher nur vorläufig.
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IFRS-Buchwerte |
Kaufpreis- |
Zeitwerte im | |||||||
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Mio. € |
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Summe Vermögenswerte |
10.282 |
3.739 |
14.021 | |||||||
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Kundenbeziehungen |
– |
374 |
374 | |||||||
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Markenname |
– |
1.027 |
1.027 | |||||||
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Immaterielle Vermögenswerte1 |
245 |
1.179 |
1.424 | |||||||
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Sachanlagen |
2.027 |
688 |
2.715 | |||||||
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Vermietvermögen |
1.085 |
127 |
1.212 | |||||||
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Vorräte |
1.482 |
380 |
1.862 | |||||||
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Flüssige Mittel |
206 |
– |
206 | |||||||
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Sonstige Vermögenswerte |
5.237 |
–36 |
5.201 | |||||||
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Summe Schulden |
8.096 |
1.062 |
9.158 | |||||||
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Pensionsrückstellungen |
428 |
– |
428 | |||||||
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Sonstige langfristige Rückstellungen |
110 |
– |
110 | |||||||
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Kurzfristige Rückstellungen |
224 |
– |
224 | |||||||
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Langfristige Verbindlichkeiten2 |
2.729 |
1.062 |
3.791 | |||||||
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Kurzfristige Verbindlichkeiten |
4.605 |
– |
4.605 | |||||||
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Eigenkapital1 |
2.186 |
2.677 |
4.863 | |||||||
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Anteil der Aktionäre der Volkswagen AG1 |
825 |
1.010 |
1.835 | |||||||
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Anteile von Minderheiten |
1.361 |
1.667 |
3.028 | |||||||
Der vorläufig mit 2.952 Mio. € (umgerechnet mit dem Stichtagskurs im Erwerbszeitpunkt) festgestellte Geschäfts- oder Firmenwert enthält nicht separierbare Werte wie das Wissen der Mitarbeiter und Synergieeffekte bei der Technik und im Einkauf.
Die Bestimmung des Geschäfts- oder Firmenwerts ist für die einzelnen Erwerbstranchen separat erfolgt. Für die im Jahr 2000 erworbenen Altanteile ist eine Bestimmung der stillen Reserven und Lasten entsprechend der aktuell gültigen Fassung des IFRS 3 nicht verlässlich möglich. Für diese Anteile wurde daher der ursprünglich bestimmte Geschäfts- oder Firmenwert nach bereits erfassten Abschreibungen übernommen.
Neuere Erkenntnisse zum Bilanzstichtag haben dazu geführt, dass sich gegenüber den im Zwischenabschluss für das dritte Quartal 2008 publizierten Werten die Zeitwerte auf das Vermögen insgesamt um 341 Mio. € verringert haben (im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte). Gleichzeitig haben sich die Zeitwertanpassungen der Schulden um 149 Mio. € vermindert. Der vorläufig ermittelte Geschäfts- oder Firmenwert ist von 3.084 Mio. € auf 2.952 Mio. € gesunken. Ursächlich hierfür sind Effekte aus der veränderten Kaufpreisallokation und der oben beschriebenen Behandlung der Alttranche.
Scania hat – vor Effekten aus der Kaufpreisallokation – mit Umsatzerlösen von 3.865 Mio. € und einem anteiligen Ergebnis nach Steuern von 288 Mio. € zu den Werten des Volkswagen Konzerns beigetragen. Aus der Fortschreibung der Werte aus der Kaufpreisallokation ergibt sich ein Verlust nach Steuern in Höhe von 398 Mio. €. Dieser resultiert im Wesentlichen aus Aufwendungen aus der Abwicklung kurzfristiger Vermögenswerte wie fertige Erzeugnisse und Auftragsbestand in Höhe von 524 Mio. €. Das abnutzbare langfristige Vermögen hat eine durchschnittliche Laufzeit zwischen 5 und 20 Jahren. Wäre Scania bereits zum 1. Januar 2008 in den Konzernabschluss einbezogen worden, beliefen sich Umsatz bzw. Ergebnis nach Steuern – ohne Berücksichtigung von Effekten aus der Kaufpreisallokation – auf 9.560 Mio. € bzw. auf 925 Mio. €.
Neben der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch die Scania Gruppe wurden in 2008 zwei im Vorjahr nicht konsolidierte und zwei neu gegründete inländische Gesellschaften sowie eine nicht konsolidierte und sieben neu gegründete ausländische Gesellschaften erstkonsolidiert. Die erstmalige Einbeziehung dieser Tochterunternehmen hatte auf die Darstellung der Unternehmenslage einzeln und insgesamt keinen wesentlichen Einfluss. Daneben hat sich der Kreis der vollkonsolidierten Tochtergesellschaften durch Fusion um elf und den Verkauf zweier ausländischer Gesellschaften verringert.
Volkswagen hat bis zum Bilanzstichtag weitere 3,63 % der Kapitalanteile an Scania erworben.
Außerdem hat Volkswagen 0,41 % der Anteile an der AUDI AG, Ingolstadt, von der Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart, übernommen. Die Porsche Automobil Holding SE hatte die Anteile zuvor im Rahmen eines am 29. September 2008 veröffentlichten Pflichtangebots an die Aktionäre der AUDI AG erworben.










