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Um die Entwicklungszeit des neuen Superb möglichst kurz und die Kosten niedrig zu halten, setzten die Škoda Ingenieure im tschechischen Cesana konsequent auf virtuelle Konzepte der Fahrzeugentwicklung. Dabei sind zwei Faktoren entscheidend: Ein frühzeitiger Informationsaustausch – und die realitätsnahe Computersimulation des Automobils, lange bevor der erste Prototyp entsteht.
![]() Wer verstehen will, wie Škoda beim neuen Superb markantes Design und einzigartige Technik miteinander verbindet, der sollte sich die Heckklappe der Limousine genauer anschauen. Neben dem großen Firmenlogo, das selbstbewusst in deren Zentrum prangt, sind es vor allem die zweiteiligen Rückleuchten, die den Blick des Betrachters auf sich ziehen. Sie verlängern die Heckklappe optisch seitwärts in die Kotflügel hinein und bilden als Lichtquelle bei Dunkelheit die Form eines „C“ – das typische Nachtdesign von Škoda. Wer die Heckklappe anschließend öffnet, dem offenbart sich sogar eine echte Weltneuheit: Denn die „TwinDoor “ kann entweder als kleine Kofferraumklappe geöffnet werden oder als große Heckklappe. „Beim neuen Superb ist erkennbar, dass wir eine völlig neue Auffassung von einer Limousine vertreten“, schwärmt Eckhard Scholz, Vorstandsmitglied für die Technische Entwicklung bei Škoda. „Dank des TwinDoor-Konzepts verknüpft der Superb überlegene Alltagstauglichkeit mit viel Eleganz.“ DER SUPERB NIMMT VIRTUELLE GESTALT AN |
![]() ARBEITEN HAND IN HAND (V.L.): Karel Švábek, Leiter Technikabteilung TF, und Roman Havelka, Projektleiter Superb. ![]() ENTSCHEIDEND IST INTENSIVE KOMMUNIKATION Allerdings ist ein erfolgreiches Frontloading kein Selbstläufer. Die erste Voraussetzung, die erfüllt sein muss, damit es die gewünschten Ergebnisse erzielt, ist der frühzeitige und intensive Informationsaustausch zwischen allen Abteilungen, die für Entwicklung, Design, Marketing und Markenstrategie zuständig sind. Gemeinsam müssen sie ihre Anforderungen an die optische und technische Ausstattung eines neuen Modells kontinuierlich bewerten und in Übereinstimmung bringen. Darüber hinaus spielen produktionstechnische Fragen eine wichtige Rolle: Wie aufwendig darf die Fertigung eines Fahrzeugs eigentlich sein? Und wie lange wird sie dauern? Sowohl der Gedanken- als auch der Datenaustausch wird dank der modernen Informationstechnologie beschleunigt. Diese stellt ausgereifte Methoden und leistungsfähige Rechner bereit, um komplexeste Geometrien, Luftströmungen oder Aufprallszenarien zu berechnen und bildlich darzustellen; sie ermöglicht damit frühzeitig virtuelle Einblicke in spätere Realitäten. Und zwar so schnell, dass die Suche nach optimalen Formen und Kombinationen nicht mehr an der Vielzahl der Eingangsdaten scheitert. „Wir überprüfen während der Entwicklung Hunderte und Tausende von Parametern“, schildert Švábek die tägliche Arbeit, „bis die finale Form des Modells und dann der erste echte Prototyp entsteht.“ |












