Unternehmensstruktur

Rechtliche Unternehmensstruktur in Grundzügen

Die Volkswagen AG ist die Muttergesellschaft des Volkswagen Konzerns. Sie entwickelt einerseits Fahrzeuge und Komponenten für den Konzern, andererseits produziert und vertreibt sie insbesondere Pkw und Nutzfahrzeuge der Marke Volkswagen. In ihrer Funktion als Muttergesellschaft hält die Volkswagen AG Beteiligungen an der AUDI AG, der Scania AB, der SEAT S.A., der Volkswagen Financial Services AG sowie zahlreichen weiteren Gesellschaften im In- und Ausland. Eine Übersicht der wesentlichen Beteiligungen finden Sie im Anhang des Konzernabschlusses im Kapitel Wesentliche Konzerngesellschaften.

Der Vorstand der Volkswagen AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, unmittelbar eingebunden.

Informationen zur Vergütungsstruktur des Vorstands und des Aufsichtsrats finden Sie im Vergütungsbericht sowie im Anhang des Volkswagen Konzernabschlusses im Kapitel Bezüge.

Organisatorische Unternehmensstruktur

Die Volkswagen AG und der Volkswagen Konzern werden vom Vorstand der Volkswagen AG auf Basis der Satzung der Volkswagen AG und der durch den Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung für den Vorstand der Volkswagen AG geleitet. Das Gremium Konzernleitung trägt im gesetzlichen Rahmen Sorge dafür, dass die Konzerninteressen bei Entscheidungen der Marken und Gesellschaften des Konzerns beachtet werden. Es besteht aus den Mitgliedern des Vorstands und ausgewählten Top-Managern mit Konzernsteuerungsfunktionen.

Jede Marke des Volkswagen Konzerns wird von einem Markenvorstand geleitet. Dabei sind die vom Vorstand der Volkswagen AG beziehungsweise von der Konzernleitung festgelegten Konzernziele und -vorgaben zu berücksichtigen; gleichzeitig sind die jeweiligen rechtlichen Rahmenbedingungen zu beachten. Angelegenheiten von konzernweiter Bedeutung werden der Konzernleitung vorgelegt, um – im gesetzlich zulässigen Rahmen – eine Abstimmung zu erreichen. Die Rechte und Pflichten der gesetzlichen Aufsichtsgremien der betreffenden Markengesellschaft bleiben davon unberührt.

Die Gesellschaften des Volkswagen Konzerns werden von ihrer jeweiligen Geschäftsleitung in eigener Verantwortung geführt. Dabei berücksichtigen die Geschäftsleitungen in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen neben den Interessen der Gesellschaft auch Konzern- und Markeninteressen.

Wesentliche Veränderungen im Beteiligungsbereich

Am 22. Juli 2008 wurde der Erwerb der zuvor von Investor AB und den Wallenberg-Stiftungen gehaltenen Scania-Aktien abgeschlossen. Die Volkswagen AG erhöhte damit ihren Stimmrechtsanteil an Scania von 37,98 % auf 68,60 % und ihren Kapitalanteil von 20,89 % auf 37,73 %. Diese Beteiligung soll das strategische Interesse des Konzerns am Nutzfahrzeuggeschäft sichern. Daneben sind Volkswagen, von einem Kreditinstitut treuhänderisch gehalten, weitere Scania-Aktien mit einem Stimmrechtsanteil in Höhe von 0,87 % und einem Kapitalanteil von 3,63 % zuzurechnen.

Am 1. Dezember 2008 hat die Volkswagen AG von der Porsche Automobil Holding SE die von dieser im Rahmen eines Pflichtangebotsverfahrens erlangten Aktien an der AUDI AG (0,41 %) erworben und damit ihren Anteil an der AUDI AG auf 99,55 % erhöht.

Am 15. Dezember 2008 gab die Volkswagen AG den Verkauf der Volkswagen Caminhões e Ônibus Indústria e Comércio de Veículos Comerciais Ltda. (VW CO), Resende, Brasilien, an die MAN AG, München, mit Wirkung zum 1. Januar 2009 zu einem Unternehmenswert von 1,175 Mrd. € bekannt. Damit konzentriert der Volkswagen Konzern sein Engagement im Lkw-Geschäft auf die bestehenden Beteiligungen an MAN und Scania sowie auf das eigene Geschäft mit leichten Nutzfahrzeugen, das von der Transaktion unberührt bleibt. Volkswagen erwartet, dass der Verkauf im ersten Quartal 2009 abgeschlossen sein wird.

Rechtliche Einflussfaktoren auf das Geschäft

Wie auch bei anderen international tätigen Unternehmen wirken auf das Geschäft der Volkswagen Gesellschaften zahlreiche in- und ausländische Rechtsordnungen ein. Dabei handelt es sich vor allem um entwicklungs-, produktions- und vertriebsbezogene Vorschriften, aber unter anderem auch um steuer-, gesellschafts-, handels- und kapitalmarktrechtliche sowie arbeits-, banken-, beihilfe- und versicherungsrechtliche Regelungen.

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