Bezüge des Vorstands

Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands entspricht den gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes sowie weitgehend den Empfehlungen und im Wesentlichen den Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Zu der neuen Empfehlung, das Aufsichtsratsplenum solle das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente beschließen und regelmäßig überprüfen, fand ein Meinungsbildungsprozess statt, der damit abgeschlossen wurde, dass der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 21. November 2008 den Beschluss fasste, dieser Empfehlung zu folgen. Das Vergütungssystem wurde auf dieser Sitzung erörtert, Änderungen wurden nicht beschlossen.

Die Mitglieder des Vorstands erhalten fixe Bezüge in Höhe von insgesamt 5.346.622 (4.810.736) €. In der fixen Vergütung sind in unterschiedlichem Umfang auch Bezüge für die Übernahme von Mandaten bei Konzerngesellschaften sowie Sachzuwendungen, die insbesondere in der Überlassung von Dienstwagen und der Gewährung von Versicherungsschutz bestehen, enthalten. Auf die Sachzuwendungen entfallende Steuern wurden im Wesentlichen von der Volkswagen AG getragen.

Die fixen Bestandteile gewährleisten einerseits eine Grundvergütung, die dem einzelnen Vorstandsmitglied gestattet, seine Amtsführung an den wohlverstandenen Interessen des Unternehmens und den Pflichten eines ordentlichen Kaufmanns auszurichten, ohne dabei in Abhängigkeit von lediglich kurzfristigen Erfolgszielen zu geraten.

Andererseits stellen variable Bestandteile, die unter anderem vom wirtschaftlichen Ergebnis des Unternehmens abhängen, eine Interessengleichheit zwischen Vorstand und den übrigen Stakeholdern sicher.

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VORSTANDSVERGÜTUNGEN

 

 

Fix

 

Variabel

 

Aktien-
optionen ausgeübt

 

Gesamt

 

Gesamt

 

 

 

 

 

 

 

2008

 

2007

Martin Winterkorn

 

1.636.572

 

4.500.000

 

6.575.800

 

12.712.372

 

5.145.496

Francisco Javier
Garcia Sanz

 

931.189

 

2.000.000

 

6.575.800

 

9.506.989

 

2.868.426

Jochem Heizmann

 

942.546

 

2.000.000

 

3.927.650

 

6.870.196

 

2.588.936

Horst Neumann

 

891.774

 

2.000.000

 

3.880.700

 

6.772.474

 

2.673.472

Hans Dieter Pötsch

 

944.541

 

2.000.000

 

6.575.800

 

9.520.341

 

2.676.989

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Vorjahr aus dem
Vorstand ausgeschieden

 

 

 

 

 

544.567

 

 

5.346.622

 

12.500.000

 

27.535.750

 

45.382.372

 

16.497.886

Die variable Jahressondervergütung, die jedem Vorstandsmitglied gezahlt wird, enthält jährlich wiederkehrende, an den geschäftlichen Erfolg des Unternehmens gebundene Komponenten. Ihre Höhe richtet sich im Wesentlichen nach den erzielten Ergebnissen und der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens.

Variable Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung ergaben sich aus den bis zum Jahr 2006 an den Vorstand, das Top-Management im Konzern und die Mitarbeiter der Volkswagen AG ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen, deren Anreizwirkung fortdauerte. Die Vorteile aus den Wandlungsrechten waren gekoppelt an die Kursentwicklung der Volkswagen Stammaktie. Jede Tranche des Aktienoptionsplans gewährte Vorstandsmitgliedern das Recht, bis zu 500 nicht übertragbare Wandelschuldverschreibungen für je 2,56 € zu zeichnen, die einen Anspruch auf maximal 5.000 Stammaktien verbrieften. Sofern ein Vorstandsmitglied zum Zeitpunkt der Ausgabe der jeweiligen Tranche Mitglied des Top-Managements war, konnte es – wie die anderen Top-Manager – bis zu 500 nicht übertragbare Wandelschuldverschreibungen für je 2,56 € zeichnen, die einen Anspruch auf maximal 5.000 Stammaktien verbrieften. Voraussetzung für die Teilnahme an diesem Aktienoptionsplan war die Einbringung von 5.000 bis 25.000 € in Zeit-Wertpapieren, abhängig von der Anzahl der zu erwerbenden Wandelschuldverschreibungen. Die Vorteile aus dem Aktienoptionsplan stellten sich im Wesentlichen wie folgt dar: die Basis für die Ermittlung des Wandlungspreises (Basiswandlungspreis) einer Tranche bildete ein Durchschnittskurs, gebildet aus den Xetra-Schlusskursen der Volkswagen Stammaktie an den fünf Börsentagen, die der jeweiligen Entscheidung über die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen vorausgingen. Die Wandlung konnte erstmalig nach einer Sperrfrist von 24 Monaten und dann bis zum Ablauf von fünf Jahren beginnend ab dem Zeitpunkt der Ausgabe der Wandelschuldverschreibungen erfolgen. Der Wandlungspreis betrug zu Beginn 110 % des Basiswandlungspreises und erhöhte sich jährlich um fünf Prozentpunkte. Der Vorstand durfte seine Wandlungsrechte nur drei Mal im Jahr innerhalb von vierwöchigen Ausübungsfenstern wahrnehmen, die jeweils mit einem öffentlichen Berichtstermin der Volkswagen AG begannen. Der Aktienoptionsplan war damit auf anspruchsvolle, relevante Vergleichsparameter im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex ausgerichtet. Weitere Einzelheiten ergaben sich aus der Tagesordnung der Hauptversammlung vom 16. April 2002, in der die Ermächtigung zur Durchführung des Aktienoptionsplans erteilt wurde. Eine ausführliche Beschreibung des Aktienoptionsplans finden Sie in der Anhangangabe 24 Eigenkapital.

Die Gestaltung des Aktienoptionsplans sollte dem Vorstand – wie auch allen anderen Mitarbeitern – einen an der Kurssteigerung der Aktie orientierten Vergütungsbestandteil einräumen und damit zur Erhöhung der Wertschöpfung und des Unternehmenswertes beitragen. Darüber hinaus war der Aktienoptionsplan ein übliches Instrument zur Akquisition und Bindung von Vorstandsmitgliedern. Nachträgliche Änderungen der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter des Aktienoptionsplans waren nicht möglich.

Nachdem alle Mitglieder des Vorstands Ende 2008 im Rahmen des Aktienoptionsplans von allen ihren Wandlungsrechten Gebrauch gemacht haben, ist ein neuer Long Term Incentive Plan (LTI) in Vorbereitung. Diese Vergütungskomponente wird am langfristigen Unternehmenserfolg orientiert sein. Mit der geplanten Umsetzung wird der Anregung in Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 2 des Kodex hinsichtlich der „Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter“ wieder entsprochen.

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GEWÄHRTE AKTIENOPTIONEN

 

 

Vortrag 01.01.

 

Einge-
bracht

 

Ausgeübt

 

Zurück-
gegeben

 

Bestand 31.12.

 

Zeitwert der Optionen
2008 in €

 

Zeitwert der Optionen
2007 in €

*

Davon jeweils 500 Optionen als automatische Wandlung nach Ablauf des Wandlungszeitraums.

Martin Winterkorn

 

2.000

 

 

2.000*

 

 

 

 

2.010.600

Francisco Javier Garcia Sanz

 

2.000

 

 

2.000*

 

 

 

 

2.010.600

Jochem Heizmann

 

1.000

 

 

1.000

 

 

 

 

965.950

Horst Neumann

 

1.000

 

 

1.000

 

 

 

 

952.400

Hans Dieter Pötsch

 

2.000

 

 

2.000*

 

 

 

 

2.010.600

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

8.000

 

 

8.000

 

 

 

 

7.950.150

Leistungen nach Beendigung der Tätigkeit

Den Mitgliedern des Vorstands sind im Falle der Beendigung ihrer Tätigkeit ein Ruhegehalt beziehungsweise eine Hinterbliebenenversorgung und die Nutzung von Dienstwagen zugesagt.

Die nach Ausscheiden aus dem Unternehmen zu gewährende Altersversorgung ist bei einem Austritt auf Veranlassung des Unternehmens sofort und ansonsten mit Vollendung des 63. Lebensjahrs zu zahlen. Werden bis zum 63. Lebensjahr auch von anderer Stelle Vergütungen bezogen, sind diese auf den Versorgungsanspruch bis zu einem bestimmten Festbetrag anzurechnen.

Das Ruhegehalt ergibt sich aus einem Prozentsatz des fixen Grundgehalts, welches den wesentlichen Anteil der in der Tabelle oben angegebenen individuellen fixen Vorstandsvergütungen ausmacht. Zum Jahresende 2008 haben die Herren Winterkorn und Garcia Sanz einen Ruhegehaltsanspruch von 70 %, Herr Heizmann von 64 % und die Herren Neumann und Pötsch von 62 % ihres fixen Grundgehalts erreicht.

Der individuelle Prozentsatz steigt, ausgehend von einem Prozentsatz von 50 %, mit jedem Jahr der Unternehmenszugehörigkeit um 2 Prozentpunkte an. Die vom Präsidium des Aufsichtsrats festgelegte Höchstgrenze liegt bei 70 %.

Im Krankheitsfall besteht Anspruch auf eine 6-monatige Fortführung der normalen Bezüge, bei Dienstunfähigkeit auf das Ruhegehalt. Die Hinterbliebenen erhalten 66 2/3 % Witwenrente beziehungsweise 20 % Waisengeld bezogen auf das Ruhegehalt des ehemaligen Vorstands.

Am 31. Dezember 2008 betrugen die Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 für Mitglieder des Vorstands 32.732.521 (30.334.447) €. Die Dynamisierung der laufenden Renten erfolgt analog der Dynamisierung des höchsten Tarifgehalts, sofern die Anwendung des § 16 BetrAVG nicht zu einer stärkeren Anhebung führt.

Ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen haben 8.269.973 (8.688.685) € erhalten. Für diesen Personenkreis bestanden Verpflichtungen für Pensionen von 102.789.267 (107.971.788) €.

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