Geschäftsverlauf

Auslieferungen an Kunden des Konzerns auf 6,3 Millionen Fahrzeuge erhöht

Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise wirkte sich im Geschäftsjahr 2008 belastend auf die weltweite Pkw-Nachfrage aus. Trotz dieses schwierigen Umfelds konnte der Volkswagen Konzern seine Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahr steigern.


Internationale Finanzkrise führt zu weltweitem Wirtschaftsabschwung

Der Aufschwung der Weltwirtschaft setzte sich bis zur Jahresmitte 2008 fort. Die nachfolgende dramatische Verschärfung der internationalen Finanzkrise führte jedoch in den großen Industrieländern zu rezessiven Tendenzen und in den Schwellenländern zu einer merklichen Abnahme der Wachstumsdynamik. Die Inflationsraten, die bis dahin weltweit gestiegen waren, beruhigten sich infolge des deutlichen Rückgangs der Rohstoff- und Energiepreise. Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft nur noch um circa 1,7 %, nach 3,5 % im Vorjahr.

DEVISENKURSENTWICKLUNG VON DEZEMBER 2007 BIS DEZEMBER 2008
Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2007 = 100
Devisenkursentwicklung von Dezember 2007 bis Dezember 2008 – Index auf Basis der Monatsendkurse, Stand 31.12.2007 = 100 (Liniendiagramm)

Nordamerika

Das Wachstum der US-Wirtschaft schwächte sich von 2,0 % im Vorjahr auf 1,3 % ab. Trotz umfangreicher Stützungsmaßnahmen für den Banken- und Immobiliensektor konnten im zweiten Halbjahr negative Wachstumsraten nicht verhindert werden. Der US-Dollar erholte sich nach seinem Tiefstand im Juli deutlich gegenüber dem Euro. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Kanadas wuchs nur noch um 0,6 %, nach 2,7 % im Vorjahr. Die Expansionsrate der mexikanischen Wirtschaft verminderte sich von 3,2 % auf 1,5 %.

Südamerika/Südafrika

In den beiden großen südamerikanischen Ländern Brasilien und Argentinien wuchs die Wirtschaft in den ersten drei Quartalen auf hohem Niveau. Im vierten Quartal kam es aber auch hier zu einer merklichen Abnahme der Wachstumsdynamik. Im Gesamtjahr 2008 verzeichnete Brasilien mit 5,7 (5,4) % dennoch ein etwas höheres Wachstum. Argentiniens Wirtschaft wuchs mit einer Rate von 6,2 %, nach 8,7 % im Vorjahr. In Südafrika führten unter anderem die Probleme des Energiesektors zu einer Abnahme der Expansionsrate von 5,1 % auf 3,1 %.

Asien-Pazifik

Auch in den asiatischen Schwellenländern nahm die Wirtschaftsdynamik im Verlauf des Jahres 2008 – insbesondere aufgrund der sich verschlechternden Exportaussichten – deutlich ab. Die chinesische Volkswirtschaft wuchs mit 9,0 (13,0) % jedoch weiterhin sehr dynamisch. Trotz des über lange Zeit schwachen Yen und des sehr niedrigen Zins- und Inflationsniveaus schrumpfte die japanische Wirtschaft um 0,4 % (+2,4 %). Indien setzte mit einem Wachstum von 7,0 (9,0) % seine kräftige Expansion fort.

WIRTSCHAFTSWACHSTUM
BIP-Veränderung in Prozent
Wirtschaftswachstum – BIP-Veränderung in Prozent (Liniendiagramm)

Europa

In Westeuropa ließ das Wachstum in den letzten beiden Quartalen des Jahres 2008 deutlich nach. In vielen Ländern kam es zu einer rezessiven Entwicklung. Im Durchschnitt wurde eine BIP-Zunahme von 0,9 (2,7) % erreicht. Die Arbeitslosenquote im Euroraum sank Anfang des Berichtsjahres auf ein Rekordtief von 7,2 %, stieg aber bis zum Jahresende wieder auf 8,0 % an. Der Euro erreichte zur Jahresmitte neue Höchstkurse gegenüber dem US-Dollar und dem Yen, verlor jedoch im zweiten Halbjahr gegenüber beiden Währungen deutlich an Wert. Auch in Zentral- und Osteuropa verlor die Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte merklich an Schwung, blieb aber mit 4,6 (6,4) % recht kräftig.

Deutschland

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft verlangsamte sich von 2,5 % im Jahr 2007 auf 1,3 %. Die Hauptimpulse kamen trotz des Höhenfluges des Euro weiterhin vom Export und den Investitionen, während der private Konsum aufgrund von Kaufkraftverlusten und zunehmender wirtschaftlicher Unsicherheit schwach blieb. Daran konnte auch die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes nichts ändern. Im Oktober 2008 wurde zum ersten Mal seit 16 Jahren die Drei-Millionen-Marke bei der Arbeitslosenzahl unterschritten.

 

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