Auftragslage des Volkswagen Konzerns in Westeuropa

In Westeuropa (einschließlich Deutschland) entwickelte sich die Nachfrage nach Konzernmodellen 2008 deutlich verhaltener als im Vorjahr, allerdings überdurchschnittlich verglichen mit der Marktentwicklung. Ausgelöst wurde die deutliche Abkühlung der Nachfrage nach Automobilen durch die globale Krise der Finanzmärkte. Dies spiegelt sich auch in den Auftragseingängen des Konzerns für Westeuropa wider, die gegenüber dem Vorjahr um 9,0 % zurückgingen.

In Westeuropa ohne Deutschland verzeichnete der Konzern einen Rückgang der Auftragseingänge von 12,2 %.

Die Auftragsbilanz des Volkswagen Konzerns zum 31. Dezember 2008: inländischer Auftragsbestand 154.988 Fahrzeuge und 179.208 vorliegende Fahrzeugbestellungen aus dem westeuropäischen Ausland. Der Auftragsbestand war damit um 23,3 % niedriger als im Vorjahr.

Absatz an die Handelsorganisation

Im Berichtsjahr setzte der Volkswagen Konzern – einschließlich der Joint Ventures in China – weltweit 6.271.724 Fahrzeuge an die Handelsorganisation ab; 1,3 % mehr als im Vorjahr. Insbesondere die gestiegene Nachfrage nach Konzernmodellen in China, Brasilien, Russland und der Ukraine führte dazu, dass sich der Anteil der im Ausland abgesetzten Fahrzeuge auf 83,8 (83,4) % erhöhte. Der Inlandsabsatz ging im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,7 % auf 1.013.096 Einheiten zurück.

Mit 734.259 weltweit abgesetzten Fahrzeugen und einem Anteil von 11,7 % am Konzernabsatz war der Golf erneut unser Hauptvolumenträger. Die größten Zuwachsraten verzeichneten die Modelle Gol, Golf Variant, Tiguan, Škoda Fabia Combi, Škoda Superb, Audi A4 Limousine, Audi A5 und Saveiro. Vor allem aufgrund eines bereits vollzogenen beziehungsweise anstehenden Modellwechsels oder der Modellpflege ging unter anderem der Absatz der Modelle Polo, Golf Plus, Audi A6 Avant, Audi Q7, SEAT Altea und SEAT Leon zurück.

Produktion

Der Volkswagen Konzern produzierte im Geschäftsjahr 2008 weltweit 6.346.515 Fahrzeuge. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete dies einen Anstieg um 2,1 %. Insbesondere die große Nachfrage nach unseren neuen Modellen führte dazu, dass die Auslastung der Werke verbessert wurde. Die Produktionszahlen der chinesischen Gemeinschaftsunternehmen lagen um 2,0 % über dem Vorjahreswert, Volkswagen do Brasil produzierte 4,8 % mehr Fahrzeuge. Auch die Fertigungsstätten der Marke Audi erhöhten ihre Produktion deutlich. Der Inlandsanteil der Produktion betrug 33,8 (33,6) %. An jedem Arbeitstag produzierten unsere Werke weltweit im Durchschnitt 26.603 Fahrzeuge; das entspricht einem Anstieg von 4,8 % gegenüber dem Vorjahr. In den Produktionszahlen nicht enthalten sind die in den Daimler-Werken in Düsseldorf und Ludwigsfelde gefertigten Modelle des am Markt sehr erfolgreichen Crafter sowie der in Kooperation mit Chrysler in den USA gebaute Routan.

Lagerbestände

Bei den Konzerngesellschaften und in der Handelsorganisation lagen die weltweiten Lagerbestände zum Jahresende 2008 über denen des Vorjahres. Gründe hierfür waren neben dem gestiegenen Geschäftsvolumen auch der Zeitversatz bei der Anpassung des Produktionsvolumens an die rückläufige Marktentwicklung, die vor allem in der zweiten Jahreshälfte unerwartet stark ausfiel.

Nach oben
Deutsch | English
Druck Manager
Seite drucken oder zum späteren Druck vormerken.
Download Manager
Sammeln Sie Dateien zum gemeinsamen Download
Kennzahlenvergleich
Erstellen Sie ihre eigene Kennzahlenübersicht.