Entwicklung der Automobilmärkte

2009 wird ein Jahr der Krisenbewältigung. Für nahezu alle Märkte in der Welt werden rückläufige Neuzulassungszahlen erwartet. Lediglich für den immer wichtiger werdenden Markt Indien wird ein leichter Zuwachs prognostiziert.

Nordamerika

In den USA rechnen wir damit, dass sich das Konjunkturklima, auch bedingt durch die Finanzkrise, weiter deutlich abkühlen wird. Die anhaltende Ungewissheit über die zukünftige Entwicklung der Kraftstoffpreise kann sich ebenfalls negativ auf die Nachfrage nach Neufahrzeugen auswirken. Auch auf dem kanadischen und dem mexikanischen Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge gehen wir von einer rückläufigen Nachfrage aus.

Südamerika/Südafrika

Die südamerikanischen Märkte werden ebenfalls unter der weltweiten Finanzkrise leiden. Hier erwarten wir für 2009 deutliche Nachfragerückgänge. Südafrika wird nach einem schwachen Jahr 2008 voraussichtlich auch 2009 sinkende Zulassungszahlen verzeichnen.

Asien-Pazifik

Auf den Märkten im Raum Asien-Pazifik erwarten wir nach wachstumsstarken Jahren für 2009 insgesamt eine Nachfrageschwäche, vor allem in China und Japan. In Indien wird der Gesamtmarkt voraussichtlich moderat wachsen.

Europa

In Westeuropa (ohne Deutschland) gehen wir als Folge der Finanzkrise von einer stark sinkenden Pkw-Nachfrage aus. Davon wird auch Zentral- und Osteuropa betroffen sein.

Deutschland

In Deutschland rechnen wir nach einem schwachen Jahr 2008 mit einem schwierigen Jahr 2009. Die große Unsicherheit im Zusammenhang mit der Finanzkrise belastet den privaten Verbrauch und damit auch den Automobilmarkt deutlich. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die beschlossenen Konjunkturpakete der Bundesregierung und speziell das Förderprogramm zur Stärkung der Automobilnachfrage den Fahrzeugabsatz beleben kann. Grundsätzlich gehen wir von positiven Impulsen aus, die sich aus diesen Maßnahmen ergeben. Dies gilt auch für die in anderen Ländern beschlossenen beziehungsweise angekündigten Konjunkturprogramme.

Wechselkursentwicklung

Das Geschäftsjahr 2008 war vor allem in der zweiten Jahreshälfte durch die Finanzkrise bestimmt, in deren Verlauf es zu starken Aufwertungen des US-Dollar und des japanischen Yen gegenüber dem Euro kam. Nach einer Beruhigung an den Finanzmärkten und unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Umfelds rechnen wir 2009 wieder mit sukzessiven Abwertungen bei den genannten Exportwährungen.

Zinsentwicklung

Für das Jahr 2009 gehen wir in Europa von weiteren Zinssenkungen aus. In den USA erwarten wir eine Beibehaltung des derzeit niedrigen Zinsniveaus.

Entwicklung der Rohstoffpreise

Nach dem erwarteten starken Anstieg der Rohstoffpreise in der ersten Hälfte 2008 gingen diese in der zweiten Hälfte wieder zurück. Die Preise werden voraussichtlich bis Mitte 2009 stabil auf einem gegenüber 2008 deutlich niedrigerem Niveau bleiben. In der zweiten Jahreshälfte sind dann aber wieder steigende Preise zu erwarten, auch wenn die spekulativ getriebenen Preisspitzen von 2008 nicht mehr erreicht werden dürften.

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