Bilanzstruktur

Bilanzstruktur des Konzerns

Aufgrund des Verkaufs der Volkswagen Caminhões e Ônibus Indústria e Comércio de Veículos Comerciais Ltda. (VW CO), Resende, Brasilien, an die MAN AG, München, mit Wirkung zum 1. Januar 2009 haben wir die in der Konzernbilanz enthaltenen Vermögenswerte und Schulden der VW CO gemäß IFRS 5 als „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und damit verbundene Schulden“ ausgewiesen.

Am 31. Dezember 2008 war die Bilanzsumme des Volkswagen Konzerns mit 167,9 Mrd. € um 15,5 % höher als am Vorjahresstichtag. Die Konzernbereiche Automobile und Finanzdienstleistungen trugen gleichermaßen zu dieser Entwicklung bei.

Unten ist die Struktur der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008 grafisch dargestellt. Die Eigenkapitalquote des Volkswagen Konzerns betrug 22,3 (22,0) %.

STRUKTUR DER KONZERNBILANZ 2008
in Prozent
Struktur der Konzernbilanz 2008 in Prozent (Balkendiagramm)

Bilanzstruktur im Automobilbereich

Als Folge der Konsolidierung von Scania erhöhten sich vor allem die Langfristigen Vermögenswerte, insbesondere die Immateriellen Vermögenswerte, sowie die Kurzfristigen Schulden und das Eigenkapital.

Die Langfristigen Vermögenswerte des Konzernbereichs Automobile waren am Bilanzstichtag um 23,5 % höher als am 31. Dezember 2007. Der Bilanzwert der Sachanlagen nahm um 19,5 % zu. Höhere Vorräte infolge der massiven Marktverwerfungen im zweiten Halbjahr sowie gestiegene Forderungen führten dazu, dass die Kurzfristigen Vermögenswerte um 8,1 % über dem Wert des Vorjahresstichtags lagen. Die Wertpapiere und die Zahlungsmittel verminderten sich im Wesentlichen infolge des Erwerbs der Scania-Anteile. Im Rahmen unseres Liquiditätsmanagements wurden zudem vermehrt Wertpapiere in Zahlungsmittel umgeschichtet.

Das Eigenkapital vor Minderheiten des Automobilbereichs betrug am Ende des Berichtsjahres 26,8 Mrd. €; es war damit, vor allem aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung, um 8,5 % höher als ein Jahr zuvor. Unter Berücksichtigung der Anteile von Minderheiten am Eigenkapital, die im Wesentlichen auf die Minderheitsgesellschafter an Scania entfielen, stieg das Eigenkapital um 16,8 % auf 29,0 Mrd. €. Die Eigenkapitalquote lag bei 32,6 (32,3) %.

Die Langfristigen Schulden erhöhten sich um 7,6 %. Aufgrund veränderter Restlaufzeiten verschoben sich im Geschäftsjahr 2008 Teile der Finanzschulden vom langfristigen in den kurzfristigen Bereich. Vor allem die Einbeziehung von Scania führte dazu, dass die Kurzfristigen Schulden um 24,1 % höher waren.

Am 31. Dezember 2008 belief sich die Bilanzsumme des Konzernbereichs Automobile auf 88,7 Mrd. €; sie war damit um 15,6 % höher als am Vorjahresstichtag. Auf Scania entfielen, einschließlich der Effekte aus der Kaufpreisallokation, 11,1 Mrd. €.

Bilanzstruktur im Finanzdienstleistungsbereich

Durch die Konsolidierung des Finanzdienstleistungsgeschäfts von Scania nahmen vor allem die Forderungen aus Finanzdienstleistungen sowie das Fremdkapital zu. Die Bilanzsumme des Finanzdienstleistungsbereichs war am 31. Dezember 2008 um 10,6 Mrd. € höher als am Jahresende 2007; davon entfielen 4,5 Mrd. € auf Scania. Insbesondere gestiegene Forderungen aus Finanzdienstleistungen führten auf der Aktivseite zu einer Erhöhung der Langfristigen und Kurzfristigen Vermögenswerte um 15,5 % beziehungsweise 15,2 %. Zum 31. Dezember 2008 entfielen insgesamt rund 47 % der Aktiva des Volkswagen Konzerns auf den Konzernbereich Finanzdienstleistungen.

Das Eigenkapital belief sich zum Bilanzstichtag auf 8,4 Mrd. €; es war damit ergebnisbedingt und aufgrund einer Kapitalerhöhung durch die Volkswagen AG, um 18,0 % höher als am 31. Dezember 2007. Die Eigenkapitalquote betrug 10,6 (10,4) %. Vor allem wegen höherer Finanzschulden infolge der Geschäftsausweitung lagen die Langfristigen Schulden um 21,5 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Das Einlagevolumen der Volkswagen Bank direct stieg um 3,2 Mrd. € auf 12,8 Mrd. €. Das Verhältnis von Kreditstand zu Eigenkapital (debt-to-equity ratio) lag unverändert bei 8:1.

 

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