Synergien und Allianzen

Synergien steigern die Effizienz

Die Entwicklung einer Vielzahl neuer Fahrzeuge für bereits bestehende und noch zu erschließende Märkte erfordert eine hohe Wirtschaftlichkeit bei der Konzeption. Deshalb greifen die einzelnen Marken des Volkswagen Konzerns auf die sogenannten Modulbaukästen zurück. Dadurch wird sichergestellt, dass die Synergieeffekte, die zum einen zwischen Modellen einer Baureihe und zum anderen baureihenübergreifend bestehen, optimal genutzt und zugleich gesteigert werden. Fahrzeuge, die über einen längs eingebauten Motor verfügen, bedienen sich eines modularen Längsbaukastens (MLB). Die Marke Audi hat auf der Grundlage des MLB bereits die neuen Modelle Audi A4 und Audi A5 entwickelt. Mithilfe des Baukastenansatzes, einer stringenten Weiterentwicklung der markenübergreifenden Plattform- und Modulstrategie, gelingt es, die Komplexität, die anfallenden Kosten und den Aufwand bei der Entwicklung zu verringern.

Auf der Auto China 2008 in Peking stellte Volkswagen mit dem New Bora und dem Lavida zwei Fahrzeuge der A-Klasse für den chinesischen Markt vor, die auf Basis der gleichen Plattform entwickelt wurden. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf dem Entwurf eines jeweils eigenständigen „Hutes“. Mithilfe der einheitlichen Plattform ist es gelungen, die Materialkosten im Hinblick auf den stärker werdenden Wettbewerb und den zunehmenden Kostendruck zu senken. Darüber hinaus werden die Fahrzeuge mit Motoren ausgestattet, die bereits in China verwendet werden.

Mit strategischen Allianzen Kräfte bündeln

Bei der Erschließung neuer Marktsegmente werden Kooperationen mit anderen Fahrzeugherstellern immer bedeutsamer. Durch die Kompetenz- und Know-how-Bündelung können Entwicklungskosten niedrig gehalten und Investitionsausgaben zwischen mehreren Partnern aufgeteilt werden. Bestehende Kooperationen, beispielsweise mit der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG bei der Entwicklung und Produktion der Modelle Volkswagen Touareg, Audi Q7 und Porsche Cayenne sowie mit der Daimler AG bei der Produktion der Modelle Volkswagen Crafter und Mercedes-Benz Sprinter, haben wir im Berichtsjahr erfolgreich fortgeführt. Außerdem wurde im Jahr 2008 die Kooperation mit der Chrysler Group zur Produktion des Routan, eines MPV für den US-amerikanischen Markt, gestartet.

Im Interesse einer schnellen Markteinführung von SunFuel, einem erneuerbaren Biokraftstoff der zweiten Generation, strebt Volkswagen Kooperationen und direkte Beteiligungen an Unternehmen an, die sich mit der Herstellung solcher Kraftstoffe beschäftigen. Bereits 2002 hatten Volkswagen und CHOREN Industries beschlossen, die Entwicklung neuer Kraftstoffe zu fördern und voranzubringen. Volkswagen hat sich daraufhin im Jahr 2007 finanziell an CHOREN beteiligt. Langfristig verfolgen wir das Ziel, SunDiesel unter Anwendung nachhaltiger Mindeststandards in Deutschland herzustellen. Ab 2009 soll eine erste kommerzielle Anlage mit einer Jahresproduktion von 15.000 Tonnen in Betrieb gehen. Außerdem ist der Bau einer ersten Großanlage mit einer Jahresproduktion von 200.000 Tonnen geplant.

Im Bereich Biokraftstoffe besteht außerdem eine langjährige Kooperation mit der Firma IOGEN; das Ziel ist die Herstellung von Zellulose-Ethanol in Deutschland. IOGEN ist weltweit führend in der Produktion von Zellulose-Ethanol, einem voll erneuerbaren Biokraftstoff der zweiten Generation.

Im Jahr 2008 haben wir die Zusammenarbeit mit zahlreichen kompetenten Batterieherstellern angestrebt beziehungsweise intensiviert, um die Entwicklung von Hochvolt-Batteriesystemen für Hybridantriebe und Elektrofahrzeuge voranzutreiben.

Zudem untersuchen wir mit dem Institut für Physikalische Chemie der Universität Münster Batteriezellen und Elektrodenmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien, die bei Elektroantrieben zum Einsatz kommen.

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