Biodiversität

Die Volkswagen AG setzte 2008 ihr Engagement für den Erhalt der Biodiversität fort. Im Vorfeld der 9. UN-Konferenz der internationalen Konvention zum Schutz der biologischen Vielfalt, die im Mai 2008 in Bonn stattfand, trat Volkswagen der Unternehmensinitiative „Business and Biodiversity“ bei. Die Initiative möchte Unternehmen unterschiedlicher Branchen für ein verstärktes Engagement im Naturschutzbereich gewinnen. In einem Brief an Bundesumweltminister Gabriel vom 11. Februar 2008 erklärte Prof. Dr. Martin Winterkorn, dass die Volkswagen AG bereit sei, die Mitverantwortlichkeit dafür zu übernehmen, dass die Weltgemeinschaft ihre im Übereinkommen über den Erhalt der biologischen Vielfalt genannten Ziele tatsächlich erreicht.

Im April 2008 informierte der Volkswagen Konzern seine Stakeholder und die Öffentlichkeit über ein unternehmensweit gültiges Leitbild (Mission Statement), das dem Artenschutz einen hohen Stellenwert einräumt. Der Konzern bekennt sich darin zum Klimaschutz – als mittelbarem Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt – und zum Artenschutz an seinen Standorten weltweit. Um dem Engagement von Volkswagen für den Artenschutz mehr Gewicht zu verleihen, wurde darüber hinaus ein umfangreicher Maßnahmenplan aufgelegt, in dem zum Beispiel auch die Lieferanten in die Verantwortung einbezogen werden.

Ihre nationalen und internationalen Aktivitäten im Naturschutz stellte die Volkswagen AG im abgelaufenen Geschäftsjahr in Podiumsdiskussionen, Vorträgen und mit Informationsständen vor, unter anderem bei der UN-Naturschutzkonferenz in Bonn und am „Tag der Biodiversität“ in Braunschweig.

FRISCHWASSERBEZUG UND ABWASSER DES VOLKSWAGEN KONZERNS
in Mio. Kubikmeter pro Jahr
Frischwasserbezug und Abwasser des Volkswagen Konzerns in Mio. Kubikmeter pro Jahr (Balkendiagramm)

Am 14. November 2007 trat das deutsche Umweltschadensgesetz in Kraft, mit dem die EU-Umwelthaftungsrichtlinie in nationales Recht umgesetzt wurde. Damit haften Unternehmen, Gewerbetreibende und Freiberufler nun verstärkt für Emissionen oder Vorfälle, die zur Schädigung geschützter Arten und natürlicher Lebensräume sowie von Gewässern und Boden führen. Im Schadensfall werden die Unternehmen entweder direkt oder auf dem Regressweg in Anspruch genommen und müssen dann die Kosten der Wiederansiedlung der Arten oder der Sanierung tragen. Die herkömmlichen Berufs-, Betriebs- und Umwelt-Haftpflichtkonzepte sind auf zivilrechtliche Ansprüche zugeschnitten und decken damit bestenfalls Teilbereiche des neuen Gesetzes ab. Für eintretende Schadensfälle ist daher ein zusätzlicher Versicherungsschutz erforderlich. Der HDI-Gerling-Versicherungskonzern bietet eine solche Umweltschadensversicherung auf Basis einer Risikoanalyse an. Dabei werden die Emissionen eines Unternehmens wie Abluft, Abwasser, Abfall, Lärm oder Erschütterung den Schutzgütern wie Wasser, Boden und insbesondere der Biodiversität gegenübergestellt. Im Jahr 2008 haben Fachleute des Versicherungskonzerns und der Volkswagen AG unter wissenschaftlicher Begleitung der Universität Hannover eine solche Risikoanalyse für alle deutschen Standorte der Marken Volkswagen Pkw, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Audi durchgeführt. Dabei wurden vor Ort alle relevanten Parameter aufgenommen und die Risiken abschließend bewertet. Diese Bewertungen sind die Grundlage für die Vereinbarung der Versicherungsbedingungen.

Unser Engagement zur Vermeidung von Emissionen und zur Wahrung von Schutzgütern wird unter anderem am Beispiel der Frisch- und Abwassermengen deutlich:

Obwohl das Produktionsvolumen des Volkswagen Konzerns im Berichtsjahr höher war als 2007, lag der Frischwasserbezug nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Dies ist vor allem auf die an vielen Standorten des Konzerns festgelegte Strategie zur Ressourceneinsparung zurückzuführen. Die Abwassermenge konnte im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht reduziert werden.

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