Das Prinzip Bulli – vom Mythos zum Multitalent

Ob Gewerbe oder privat – jeder hat seine ganz eigene Vorstellung davon, wozu er den Volkswagen Transporter einsetzen will. Deshalb ist Vielfalt beim Volkswagen Transporter serienmäßig ab Werk eingebaut – so bekommt jeder Kunde ein Fahrzeug, das genau zu seinen Bedürfnissen passt. Das ist „Das Prinzip Bulli“.
Das Prinzip Bulli – Vom Mythos zum Multitalent (Foto)

Wenn Jochen Eilert mit seinem silberfarbenen Volkswagen California auf dem Messegelände erscheint, fährt er erst einmal das elektrische Hochdach aus. Von innen befestigt er einen großformatigen Bauplan an der Stirnseite des Verdecks. Nach den Linien und Flächen, auf die Eilert blickt, entsteht in den nächsten Tagen das Bühnenbild für eine Aktionärsversammlung, die Kulisse eines Messestands oder der Pavillon für ein Event. „Mir gefällt an dem Wagen, dass ich darin stehen kann. Ich habe dann den kompletten Bauplan im Blick“, sagt Eilert.

BEGEHRTES BÜRO AUF VIER RÄDERN
Eilert ist Geschäftsführer des Messebauunternehmens Maedebach. 58 Mitarbeiter hat die Firma mit Sitz und Werkstätten in Braunschweig. Tischler und Grafiker, Planer und Elektriker, Schlosser und Lackierer bauen hier manchmal Monate im Voraus die Elemente, die dann per Lkw zu den Veranstaltungsorten gefahren und dort zusammengefügt werden. „Das sind manchmal regelrechte Großbaustellen“, sagt Eilert. „Als wir auf der letzten IAA-Nutzfahrzeuge in Hannover den Stand von Volkswagen gebaut haben, waren wir mit 100 Lkw-Ladungen unterwegs.“

Der Volkswagen California dient auf der Baustelle als mobiles Büro: Er ist die erste Anlaufstelle für die Mitarbeiter vor Ort. Die Küchenzeile des Campingmobils kann Eilert mit wenigen Handgriffen zur Ablagefläche umfunktionieren, und wenn er seine Mitarbeiter zur Besprechung ruft, klappt er den Tisch aus und dreht die Vordersitze so, dass der Rückraum zum Konferenzzimmer wird. Eilert nutzt den California auch privat. Im Winter verstaut er seine Skier an Bord des Campingmobils und startet Richtung Alpen. Im Sommer unternimmt der Familienvater mit den Kindern Wochenendausflüge in den Harz. „Für die Kleinen ist es immer ein Erlebnis, im Wagen zu übernachten“, erzählt Eilert.

Den T5 so vielseitig zu nutzen liegt durchaus im Sinne des Erfinders. „Die Flexibilität des Transporters ist der Garant für seinen großen Erfolg über Jahrzehnte hinweg “, betont Stephan Schaller, seit zwei Jahren Sprecher des Markenvorstands von Volkswagen Nutzfahrzeuge. „Er ist über Jahre zu einer absoluten Ikone geworden.“ Harald Schomburg, im Markenvorstand von Volkswagen Nutzfahrzeuge zuständig für Vertrieb und Marketing, sieht in der heutigen Vielfalt die Grundidee des Transporters bestätigt: „Der Transporter ist schon immer ein Alleskönner gewesen: ob Feuerwehrwagen, Transporter für Handwerker oder getunte Edelversion – dieses Fahrzeug ist so variabel nach Kundenwünschen gestaltbar wie kaum ein anderes Gefährt. Das ist es, was wir ‚Das Prinzip Bulli‘ nennen.“

Jochen Eilert, Geschäftsführer Messebauunternehmen Maedebach (Foto)
„Mir gefällt an dem Wagen, dass ich darin stehen kann. Ich habe dann den kompletten Bauplan im Überblick.“ Jochen Eilert, Geschäftsführer Messebauunternehmen Maedebach (Zitat)

START EINER ERFOLGSGESCHICHTE
Neben dem California und einem Multivan stehen im Fuhrpark der Firma Maedebach auch fünf neue Transporter. Wenn die Messebauer mit diesen Fahrzeugen unterwegs sind, haben sie ihr Handwerkszeug dabei: Kreissägen, Kompressoren, Tischlerwerkzeug, Hubwagen. Besonders die beiden T5 mit langem Radstand haben es den Mitarbeitern angetan: „Diese Fahrzeuge haben eine Ladefläche von 2,65 Meter Länge. Das passt gut, weil 2,50 Meter im Messebau ein Standardmaß sind“, sagt Eilert. Spanplatten, aus denen die Wände von Messeständen gebaut werden, haben diese Höhe, ebenso darauf abgestimmte Rahmenkonstruktionen.

Dass der Transporter von Beginn an auf Vielseitigkeit ausgelegt war, lässt sich bereits an dem Spitznamen ablesen, den er seit den Zeiten des Wirtschaftswunders trägt: Er ist die zusammengezogene Form des Kürzels „Bu-Li“, das für „Bus“ und „Lieferwagen“ stand. Der Bulli wurde nach dem Beginn seiner Produktion im Jahr 1950 schnell zur optimalen Lösung, wenn ein wendiges, zuverlässiges und flexibles Transportgefährt gebraucht wurde. Die Deutsche Bundesbahn ließ sich beispielsweise eine schienentaugliche Version bauen, und selbst unter Tage kam der Transporter zum Einsatz: In der Nachkriegszeit diente der Bulli in Salzbergwerken als Personen- und Lastentransporter, als Lokomotive vor Loren und als Kantinenwagen. Rund zehn Millionen Mal hat sich der Transporter inzwischen verkauft. Wie der VW-Käfer hat der Transporter seine eigene Erfolgsgeschichte geschrieben. Im Gegensatz zum Käfer, der nur in einer Modellvariante erhältlich war, beruht sein Erfolg auf der Modellvielfalt.

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